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Prozess: Jugendlicher schlug Vater ins Koma ERSTELLT 13.02.08, 12:05h, AKTUALISIERT 13.02.08, 13:08h
Artikel mailen Druckfassung Köln – Das mutmaßliche Mitglied einer Kölner Jugendgang muss sich ab 14. Mai wegen schwerer Körperverletzung vor einer Jugendschöffenkammer des Kölner Amtsgerichts verantworten. Das Gericht hat zunächst drei Verhandlungstage in nichtöffentlicher Sitzung angesetzt, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte.
Der Fall des zum Tatzeitpunkt 17-Jährigen hatte in Köln für viel Aufsehen gesorgt. Er soll an Weiberfastnacht vergangenen Jahres einen 43 Jahre alten Mann zusammengeschlagen haben, der mit den vier Kindern seiner Lebensgefährtin im Alter von sieben bis elf Jahren auf dem Heimweg von einer Karnevalsfeier war. Bei der Auseinandersetzung prallte das Opfer mit dem Kopf gegen die Glasscheibe einer Telefonzelle, anschließend lag es mehrere Wochen im Koma. Laut medizinischen Gutachten wird der Mann dauerhafte Gehirnschäden behalten.
Wegen zahlreicher Straftaten bekannt
Ermittler rechnen den Angeklagten zur Jugendbande „The New Generation of Gernsheimer“ aus dem Kölner Stadtteil Ostheim. Er war bei der Polizei bereits wegen zahlreicher Straftaten bekannt.
Der 17-Jährige wurde wenige Tage nach der Tat aus der Untersuchungshaft entlassen und in ein Erziehungsheim gebracht. Dort sollte er eine Lehre beginnen. Als er dort einen Drogentest verweigerte, kam er wieder in Haft, wurde aber nach einer erneuten Beschwerde wieder freigelassen. Damals bescheinigte ihm das Gericht, dass er reifer geworden sei.
(ddp)


